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Nach ICE-Evakuierung: Reisende kamen in Lehre unter

Diese Nacht wird wohl keiner der Beteiligten so schnell vergessen. Das Sturmtief Xavier sorgte in der Gemeinde Lehre nicht nur für viele Feuerwehreinsätze wegen Sturmschäden wie umgestürzter Bäume, sondern auch für einen ganz besonderen. Ein ICE konnte wegen eines Sturmschadens entlang der Strecke nicht mehr weiterfahren, die Reisenden strandeten bei Klein Brunsrode. Die Feuerwehren der Gemeinde Lehre evakuierten den Zug und brachten die Reisenden in der Börnekenhalle in Lehre unter, wo rund 120 Personen letztlich auch die Nacht verbrachten, bevor sie ihre Reise am nächsten Morgen fortsetzen konnten.

Gegen 18 Uhr wurden die Feuerwehren der Gemeinde Lehre alarmiert und übernahmen die Einsatzstelle von der Freiwilligen Feuerwehr Ehmen und der Berufsfeuerwehr Wolfsburg. Sie kümmerten sich um eine Beleuchtung der Einsatzstelle (etwa 300 Meter der Bahnstrecke) und sorgten für eine reibungslose Evakuation der rund 320 Reisenden. Kreisbrandmeister Olaf Kapke und Gemeindebrandmeister Ralf-Holger Niemann nahmen Kontakt zum Gemeindebürgermeister Andreas Busch auf, der sofort die Börnekenhalle zur Verfügung stellte und Helfer zusammentrommelte, die die Halle mit Tischen und Stühlen ausstatteten. Mit Hilfe von pendelnden Mannschaftstransportwagen brachten die Feuerwehrleute die Reisenden nach und nach in die Börnekenhalle, wo ein Team vieler Helferinnen und Helfer die Personen in Empfang nahm. Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung unterstützten die Reisenden bei dem Wunsch nach einer eigenständigen Weiterfahrt zum Beispiel mit Transporten zur nächstgelegenen Bushaltestellte und suchten für ältere Passagiere und Frauen mit kleinen Kindern alternative Unterbringungsmöglichkeiten. Nachdem feststand, dass an dem Abend an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war, wurden Feldbetten organisiert und in der Halle aufgebaut. Diese nahmen die rund 120 verbleibenden Reisenden dankbar an. Das DRK und die Verpflegungsgruppe des Landkreises kümmerten sich um ein warmes Abendessen und ein stärkendes Frühstück am nächsten Morgen. Um 7 Uhr konnten die Reisenden mit zwei durch den Kreisbrandmeister organisierten Bussen zum Hauptbahnhof in Hannover gebracht werden, wo der Bahnverkehr in Richtung Süden am Vormittag wieder anlief. Reisende, die in Richtung Berlin unterwegs waren, brachte die Deutsche Bahn mit Taxen in die Hauptstadt.

Die Reisenden waren unendlich froh, dass sich in Lehre so gut um sie gekümmert wurde, dass sie spontan eine Spendenaktion starteten, bei der fast 450 Euro zusammenkamen. Dieses Geld soll jetzt dem Verein „Paulinchen“ zu Gute kommen, der sich um Familien mit brandverletzten Kindern kümmert. Nicht nur der Gemeindebürgermeister war von dieser schönen Geste, aber auch dem optimalen Zusammenspiel aller Beteiligten begeistert und ist sich sicher, dass diese Nacht auch bei ihm Spuren hinterlassen wird: „Ich habe viele tolle Menschen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland kennenlernen dürfen, die, so wie ich, tief beeindruckt sind, von der Hilfsbereitschaft der ehrenamtlich tätigen Menschen hier“, betont er.

Im Einsatz waren der Löschzug Lehre, die Freiwilligen Feuerwehren Klein und Groß Brunsrode, Essenrode, Wendhausen, Flechtorf und Beienrode, die Kreisfeuerwehr und die Verpflegungsgruppe des Landkreises Helmstedt, fünf Mannschaftstransportwagen aus dem Stadtbereich Königslutter, die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Roten Kreuzes, der Informations- und Kommunikationszug (IUK) des Landkreises, das THW, der ASB, die Malteser und ein Team der Gemeindeverwaltung um Gemeindebürgermeister Andreas Busch. Einsatzleiter war der Kreisbrandmeister Olaf Kapke, um den Abschnitt Transport, Beleuchtung und Passagierunterstützung kümmerte sich der Gemeindebrandmeister Ralf-Holger Niemann.

Abseits der ICE-Evakuierung rückten außerdem rund 80 Einsatzkräfte aller Ortsfeuerwehren zwischen 14 und 18 Uhr zu insgesamt 34 Sturm-Einsätzen aus. In erster Linie waren dies umgestürzte Bäume, es kam zu mehreren kurzen Straßensperrungen. Die Straßen zwischen Essenrode und Brunsrode, sowie zwischen Klein Brunsrode und Ehmen blieben die Straßen mehrere Stunden gesperrt.

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