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„Nicht gleich, aber gleichberechtigt" – Internationaler Frauentag und Equal Pay Day in der Gemeinde

Zwei Veranstaltungen zum Thema Gleichberechtigung fanden im März in der Gemeinde Lehre statt. Eingeladen dazu hatte die ständige Vertreterin der Gleichstellungsbeauftragen Brigitte Steck, die sich über die Notwendigkeit von Aktionen zum Thema Chancengleichheit und Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen klar ist. „Ich werde immer wieder gefragt, ob Aktionen wie der Frauentag oder der Equal Pay Day überhaupt noch nötig sind“, sagt sie in ihrer Begrüßung zum Frauentag am 8. März im Ratssaal der Gemeinde und fährt fort: „Aktionenstage sollen uns aufmerksam machen, auch mal genauer hinzuschauen. Vielleicht sogar den Blick hinter die Kulissen zu werfen. Den Frauentag brauchen wir solange wir Benachteiligungen von Frauen in unserer Gesellschaft haben und das Thema Gewalt gegen Frauen stetig auf der Tagesordnung steht.“

Der Internationaler Frauentag

Der Internationale Frauentag gab Anlass, die Referentin Heike Kling nach Lehre einzuladen, die mit ihrem Vortrag „Gut ist nicht gut genug?“ für interessante Diskussionen Zuhörerinnen sorgte. „Es geht nicht darum, dass alle Frauen gleich sind“, so die Rednerin, „wir brauchen keine Stereotypen, aber die Chancen müssen für alle gleich sein. Damit sind freie Entscheidungen überhaupt erst möglich.“ Für die Theologin ist dies ein gesellschaftliches und gleichzeig ein persönliches Thema. Denn, um freie Entscheidungen treffen zu können, braucht es die Möglichkeiten und eine innere Haltung, die nicht starr macht, sondern flexibel und beweglich sein lässt. Diese Balance zu finden ist oft schwierig, gerade wenn die Anforderungen an moderne Frauen so vielfältig sind.

Trotz des regnerischen und stürmischen Wetters waren knapp 30 Frauen am Freitagvormittag ins Rathaus gekommen. Das Buffet war reichlich und die Tischordnung in kleinen Gruppen lud zu Gesprächen ein. Auch die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Helmstedt Claudia Löw und die des Landkreises Helmstedt Katrin Morof waren in Lehre zu Besuch. „Es ist schön, dass so viele Interessentinnen da waren. Die Resonanz ist im Vorfeld immer schwierig einzuschätzen“, freut sich Brigitte Steck. 

Der Equal Pay Day

„Gerechte Bezahlung und Chancengleichheit für alle!“ war das Motto des Workshops, den die Equal Pay Beraterin Irmtraud Hövermann, in der Oberschule Lehre gestaltete. Mit den Schülern und Schülerinnen der 10. Klassen bearbeitete sie unterschiedliche Fragestellungen. Was ist ein gerechter Lohn? Wie lässt sich Arbeitsleistung vergleichen? Welche Rollenbilder sind in den Köpfen verankert? Was wünschen wir uns für eine Arbeit? In unterschiedlichen Gruppen wurde unter anderem erörtert, was eine Erwerbsunterbrechung bedeutet, was aus Teilzeitarbeit folgt und warum sind 75 % der Teilzeitbeschäftigten Frauen sind. Einen Aha-Effekt gab es bei der Schätzfrage, wie viele Frauen eine Erwerbsunterbrechung in ihren Lebenslauf haben: 90% der Frauen. Diese Zahl löste großes Erstaunen aus. 

„Frauen erkennen ihre Situation oftmals erst in deiner Notlage. Wenn die Beziehung in die Brüche geht oder das Leben nicht nach Plan verläuft. Es ist mir wichtig zu vermitteln, dass jede Entscheidung Folgen hat“, erläutert Frau Hövermann. „Ich bin gern in den Schulen und gebe Denkanstöße. Gerade auf dem Land gelten noch vielfach die alten Rollenbilder. Es ist notwendig, dass die jungen Frauen wissen, was eine Erwerbslücke bedeutet und wie sie sich vertraglich absichern können.“

Der Equal Pay Day soll auf die Lohnlücke in der Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam machen. „Wir freuen uns über die Aktion“, sagt die Rektorin der Oberschule Frau Thomsen, „wir können die vorgestellten Inhalte im Unterricht immer wieder aufgreifen. Es ist ein wichtiges Thema.“

 

Bilder (Quelle Gemeinde Lehre):

Foto 1: Die Equal Pay Beraterin Irmtraud Hövermann beim Workshop in Lehre

Foto 2: Internationaler Frauentag in Lehre: (v.l.n.r.) Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Helmstedt Claudia Löw, Referentin Heike Kling, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Lehre Brigitte Steck und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Helmstedt Katrin Morof

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