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Muna-Rundgangang am 22. Juni um 14.30 Uhr

Als ein Zeichen gegen das Vergessen findet am Sonnabend, 22. Juni, ab 14.30 Uhr eine weitere Führung auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) Lehre statt. Treffpunkt ist am 22. Juni die Einfahrt zur Muna. Diese befindet sich im Kampstüh an der Kreisstraße nach Boimstorf, rund einen Kilometer hinter Lehre. Der Rundgang wird etwa 90 Minuten dauern.

Mit dem Rundgang auf dem ehemaligen Muna-Gelände soll an die Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 erinnert werden. Uwe Otte wird berichten, welche Funktion die heute noch stehenden Gebäude vor 74 Jahren hatten. Außerdem will Otte, der ehemalige Ratsherr befasst sich seit Jahren mit der Muna-Geschichte, darüber informieren, wie es gelang, von 19 sowjetischen Kriegsgefangenen, die die Zwangsarbeit nicht überlebten, die Personalkarten zu bekommen.

Die Muna Lehre lieferte beispielsweise große Mengen Munition für den Überfall auf Polen am 1. September 1939. Bei den Munas handelte es sich um staatliche Rüstungsbetriebe, deren Aufgabe es war, Kampfmittel und Munition zusammenzusetzen und zu lagern. Auf dem rund 200 Hektar großen Muna-Gelände entstanden etwa 140 Gebäude – darunter 92 Bunker. Damit war die Muna zu jener Zeit flächenmäßig größer als der Ort Lehre.

In der Muna waren mehrere Hundert Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Einsatz, darunter bis zu 400 sowjetische Kriegsgefangene und etwa 100 dienstverpflichtete sowjetische Frauen. Insgesamt waren in der Muna während des Krieges etwa 1.200 Menschen tätig. Truppen der 5. US-Panzerdivision befreiten am 12. April 1945 die Muna Lehre von der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. In einem der Wohnhäuser richteten sie anschließend ihr Hauptquartier ein.

Im Sommer 1945 übernahmen die Briten als zuständige Besatzungsmacht die Muna. 1946 kam sie auf eine Liste von zehn derartigen Munitionsanstalten, die zerstört werden sollten. Vernichtet wurden dann aber 1947 nur die Materialien und Geräte, die zur Herstellung der Munition gedient hatten. Bis zu ihrem Abzug im Februar 1951 sprengten die Briten Munition aus der Muna auf der „Neuen Wiese“. Die Räumung der Rüstungsaltlasten auf dem ehemaligen Muna-Sprengplatz soll nach mehreren Verzögerungen nun endlich am 1. September beginnen und drei Jahre dauern. Auch daran wird bei dem Rundgang erinnert.

 

Foto 1: In solchen Ein-Mann-Bunkern bezogen die Wachsoldaten der Muna während des Krieges Posten.

Foto 2: Einfahrt zur ehemaligen Muna mit dem Wohnhaus für Offiziere.

 

 

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