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Grußwort der Bürgermeister/Innen - Frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2019

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Grußwort der Gemeinde Lehre zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel

 

Liebe Menschen in der Gemeinde Lehre,

wenn im Rathausfoyer wieder der große Weihnachtsbaum steht und die Besucherinnen und Besucher des Rathauses begrüßt, dann ist es ist wieder an der Zeit einen Rückblick zu wagen. Ein Rückblick auch auf dieses ungewöhnliche Jahr 2018, im Hinblick auf das Wetter schon jetzt ein Rekordjahr. „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war“, so sang es Rudi Carrell in den 1970er Jahren. So einen Sommer hatten wir nun, „mit Sonnenschein von Juni bis September.“ Ja und ohne nennenswerte Niederschläge von April bis heute!

Im letzten Jahr noch bin ich in meinem Grußwort auf den nassen Sommer und die Hochwasserproblematik auch in unserer Gemeinde eingegangen. In diesem Jahr beschäftigen uns die Folgen des Jahrhundertsommers 2018. Denn auch in der Gemeinde und in unserer Region mussten Feuerwehrleute brennende Felder löschen. Und einige Kameradinnen und Kameraden aus unserer Gemeinde brachen auf nach Meppen, um bei der Bekämpfung des Moorbrandes zu helfen. Ob diese Wetterextreme nun Folgen des Klimawandels sind, darüber streiten sich die Experten.

Was hat die Gemeinde Lehre und ihre acht Ortschaften 2018 noch beschäftigt. Im März stand fest, die Eröffnung der neuen Kindertagesstätte Lehre „Zwo“ verschiebt sich auf den Beginn des Kita-Jahres 2019/2020. Das hat zu vielen Diskussionen geführt, es hat mir aber gezeigt, dass die Gemeinde Lehre solche Probleme lösen kann. Wir haben kurzfristig mit zwei weiteren Krippen- und zwei weiteren Kindergartengruppen in Essenrode und Wendhausen Lösungen geschaffen, die am 3.12.2018 an den Start gehen sollen. Das war nicht nur planerisch und baulich eine große Herausforderung, sondern auch organisatorisch. Denn viele Erzieher/innen und Sozialassistent/innen werden gebraucht.

Die Gemeinde Lehre verfügt über ein großartiges Betreuungsangebot, aktuell gibt es jedoch zu lange Wartelisten. Denn traurige Eltern, die keinen Betreuungsplatz bekommen, abweisen zu müssen, ist eine Katastrophe. Da müssen Bund und Land noch einiges verbessern, denn diese Menschen wenden sich hilfesuchend an Gemeindepolitik und –verwaltung.

Ende März fand nun schon die zweite Umweltwoche nach zehnjähriger Pause unter dem Motto „Lehre packt’s an - Saubere Gemeinde 2018“ statt. Diesmal auch mit Rahmenprogramm, der Biologe Bernd Hoppe-Dominik sprach über die Arbeit des Förderkreises Umwelt- und Naturschutz (FUN) Hondelage im Allgemeinen und den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft in Hondelage und Lehre im Speziellen. Dr. Jürgen Mangelsdorf referierte zum Thema Insektensterben: „Was sind die Ursachen, was können wir tun?“ Und die LSW (LandE-Stadtwerke Wolfsburg) stellte zwei Autos für die Aktion zur Verfügung: einen Erdgas-Caddy und ein E-Auto, die die Gemeinde Lehre während dieser Woche testen durfte. Und selbstverständlich sammelten wieder hunderte Kinder und Erwachsene Müll und zeigten damit die Wertschätzung für unsere Umwelt. Das Ergebnis ist erschreckend: Insgesamt zwei Container (zehn Kubikmeter) Müll kamen zusammen und zusätzlich konnten ganze 63 Reifen aus der Natur geholt werden.

Die Modernisierung von Bushaltestellen konnten wir in diesem Jahr beginnen, auch durch viele kreative und innovative Menschen in Rat und Verwaltung unserer Gemeinde. Denn wir konnten Fördermittel hierfür erhalten, von einer Gesamtleistung 2018 in Höhe von 540.000 Euro verblieben bei der Gemeinde Lehre nur Eigenmittel von 67.500 Euro. Und in den nächsten Jahren soll es weitergehen.

Ein weiteres Projekt im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird am 2. Advent in Essenrode abgeschlossen, die Buslinie 388, unsere Gemeindebuslinie geht an den Start. Hier mussten tatsächlich die berühmten „dicken Bretter gebohrt“ werden, also viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die Linie fährt von Essenrode stündlich über Klein Brunsrode und Groß Brunsrode nach Lehre zu den drei Haltestellen der Linie 230, um dann im zweistündlichen Wechsel ins Kampstüh (Lehre) bzw. nach Essehof zu fahren. Von dort geht es dann jeweils auch wieder zurück (www.kvg-braunschweig.de/Aktuelles/388-Lehre). Die Linie fährt allerdings nicht alle Ortschaften an, durch die gute Vernetzung mit anderen Linien sind aber alle acht Ortschaften der Gemeinde Lehre jetzt untereinander erreichbar. Für eine bessere Anbindung Beienrodes und eine grundlegende Anbindung des Unterdorfs in Wendhausen werden wir uns natürlich weiter einsetzen.

Der Startschuss für das Breitbrandprojekt des Landkreises Helmstedt ist im September gefallen. Gebäude, in denen eine Bandbreite von unter 30 Mbit/s erreicht wird, können sich an das Glasfasernetz des Landkreises anschließen lassen. Aktuell profitieren davon nur 118 Berechtigte in Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode und Lehre. Hier wurde aber seitens des Bundes in Aussicht gestellt, dass dieser Wert angehoben wird.

Einen großen Eindruck hat der Auftritt des Holzbanktheaters anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März im Dorfgemeinschaftshaus Flechtorf hinterlassen. Ozana Costin zeigte sehr eindrücklich zwei verschiedene Frauenschicksale. Da gab es lautes Lachen und kurz darauf blieb einem das Lachen im Halse stecken. Das Thema „Gleichstellung von Frau und Mann“ zog sich durch das ganze Jahr. Der Equal-Pay-Day oder auf Deutsch der „Tag der Lohngleichheit“ verdeutlichte noch einmal, dass Frauen noch immer rund ein Viertel weniger verdienen. Bis zum 21. Dezember läuft noch die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ im Rathaus Lehre und befasst sich mit den Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die maßgeblich am Grundgesetz mitgewirkt haben. Eine Ausstellung auch im Kontext zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“.

Acht (!) Ausstellungen gab es übrigens 2018 in den Rathausfluren. Mit den Werken aus dem Kunstkalender der Oberschule Lehre begann das Jahr, es folgte die Ausstellung über die UNICEF-Nothilfe. Wilhelm Knigges Sammlung über die berühmten Söhne Lehres, August Hermann und Fritze Fricke, waren 2018 ebenso zu sehen wie die Fotografien der drei Fotografen Hartmut Slotta, Bernd Ohlendorf und Frank Müller aus Hondelage, Wendhausen und Lehre (HoWeLe) und die Werke des Künstlers David Peters-Büttner aus Oebisfelde. Das Jahr beschließen werden die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ und die Werke des Elternbastelteams der Schunterschule Flechtorf unter dem Titel „Kreatives aus Holz“.

Aber eine Ausstellung hat mich und viele Menschen ganz besonders bewegt. Mit dem Titel „Die hungernden Russen sahen erbärmlich aus - Sowjetische Kriegsgefangene in der Heeresmunitionsanstalt Lehre 1941 -1945“ wurde im April eine ganz bedrückende Ausstellung eröffnet. Uwe Otte und Jens Dürrkopf hatten diese Ausstellung zusammengestellt, um den Menschen, die in der ehemaligen Munitionsanstalt im Kampstüh brutal ausgebeutet wurden, ein Gesicht zu geben. Und das ist ihnen gelungen, mein Weg zum Büro führte an diesen Bildern vorbei und ein junger Mann fiel mir immer wieder auf. Er wurde nur 21 Jahre alt und nun steht man da selbst vor seinem Bild, 47 Jahre alt und gut genährt. Und man kann es einfach nicht verstehen, warum dieser junge Russe ein ganz anderes, so ein grausames Schicksal erlitt. Dieser junge Mensch hat es schlicht verdient, dass das Grauen nicht vergessen werden darf. Gerade heutzutage, wo wieder offen Hass geschürt wird. Bleiben wir alle wachsam.

Am 27. und 28.10.2018 konnten wir endlich den ersten Ehrenamtstag in Essenrode begehen, 13 Personen und eine Gruppe wurden für ihr jahrelanges Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet. Die Geehrten werden übrigens nun noch in Kurzporträts in den kommenden Ausgaben des Lehrscher Boten vorgestellt. Einen schönen Abschluss fand dieses Ehrenamtswochenende mit einer ökumenischen Andacht der sechs Kirchengemeinden und einem gemütlichen Mitbringfrühstück.

Unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden waren wieder freiwillig im Einsatz und das nicht zu knapp. Neben den oben erwähnten Löscharbeiten stehen dabei immer mehr die belastenden Einsätze auf den Autobahnen im Vordergrund.

Mir persönlich zeigte eine Übung auf dem Gelände der Firma Imperial im Gewerbepark Flechtorf, wie reibungslos die die Rettung in unserer Gemeinde funktioniert. Neben ehrenamtlichen Kräften aus der Gemeinde und aus dem Landkreis Helmstedt waren auch hauptberufliche Retter, wie der Malteser-Hilfsdienst aus Wendhausen, vor Ort. Simuliert wurde dabei von der Feuerwehr des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ein Flugzeugabsturz in Flechtorf. Der Funkalarmmeldeempfänger informiert mit dem beunruhigenden Einsatzstichwort „Flugzeugabsturz Flechtorf“.

Alle verfügbaren Kräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und setzten sich mit der vorgefundenen Lage auseinander. Eine Schauspielgruppe brachte dabei richtig viel Unruhe in die Szene, Verletzte taumelten umher und auch ein grandioses Team der „Fake“-Presse reizte das Presseteam der Gemeindefeuerwehr und den Bürgermeister.

Beim dem Einsatz wurde ich auch gefragt, was freiwillige von hauptberuflichen Feuerwehrleuten unterscheidet. Meine Antwort: „Bis auf die fehlende Entlohnung, gar nichts!“ Denn Freiwillige müssen die gleichen Sachkenntnisse haben und das gleiche leisten, nur eine Bezahlung gibt es dafür eben nicht.

Daher bedanke ich mich zum Schluss dieses Grußwortes Jahr 2018: mein herzlichster Dank geht an alle, die sich ehrenamtlich zum Wohl der Menschen in Beienrode, Essehof, Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode, Klein Brunsrode, Lehre und Wendhausen für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Diese Personen machen unsere Gemeinde und unsere Gesellschaft ein riesengroßes Stück lebenswerter, vielen Dank dafür.

Im Namen der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister und im Namen von Gemeinderat und Verwaltung wünsche ich den Menschen in unserer Gemeinde und denen, die der Gemeinde Lehre verbunden sind, ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr 2019 vor allem Gesundheit und Glück.

Andreas Busch

Bürgermeister

und die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister

Uwe Leinert, Beienrode

Hans-Joachim Gottschlich, Essehof

Jens Schubert, Essenrode

Edelgard Hahn, Flechtorf

Kerstin Jäger, Groß Brunsrode

Peter Ebel, Klein Brunsrode

Heinrich Köther, Lehre

Frank Hennig, Wendhausen

Grußwort des Gemeindebürgermeisters Andreas Busch

Weihnachtsbaum 2018

Grußwort der Gemeinde Lehre zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel

Liebe Menschen in der Gemeinde Lehre,

wenn im Rathausfoyer wieder der große Weihnachtsbaum steht und die Besucherinnen und Besucher des Rathauses begrüßt, dann ist es ist wieder an der Zeit einen Rückblick zu wagen. Ein Rückblick auch auf dieses ungewöhnliche Jahr 2018, im Hinblick auf das Wetter schon jetzt ein Rekordjahr. „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war“, so sang es Rudi Carrell in den 1970er Jahren. So einen Sommer hatten wir nun, „mit Sonnenschein von Juni bis September.“ Ja und ohne nennenswerte Niederschläge von April bis heute!

Im letzten Jahr noch bin ich in meinem Grußwort auf den nassen Sommer und die Hochwasserproblematik auch in unserer Gemeinde eingegangen. In diesem Jahr beschäftigen uns die Folgen des Jahrhundertsommers 2018. Denn auch in der Gemeinde und in unserer Region mussten Feuerwehrleute brennende Felder löschen. Und einige Kameradinnen und Kameraden aus unserer Gemeinde brachen auf nach Meppen, um bei der Bekämpfung des Moorbrandes zu helfen. Ob diese Wetterextreme nun Folgen des Klimawandels sind, darüber streiten sich die Experten.

Was hat die Gemeinde Lehre und ihre acht Ortschaften 2018 noch beschäftigt. Im März stand fest, die Eröffnung der neuen Kindertagesstätte Lehre „Zwo“ verschiebt sich auf den Beginn des Kita-Jahres 2019/2020. Das hat zu vielen Diskussionen geführt, es hat mir aber gezeigt, dass die Gemeinde Lehre solche Probleme lösen kann. Wir haben kurzfristig mit zwei weiteren Krippen- und zwei weiteren Kindergartengruppen in Essenrode und Wendhausen Lösungen geschaffen, die am 3.12.2018 an den Start gehen sollen. Das war nicht nur planerisch und baulich eine große Herausforderung, sondern auch organisatorisch. Denn viele Erzieher/innen und Sozialassistent/innen werden gebraucht.

Die Gemeinde Lehre verfügt über ein großartiges Betreuungsangebot, aktuell gibt es jedoch zu lange Wartelisten. Denn traurige Eltern, die keinen Betreuungsplatz bekommen, abweisen zu müssen, ist eine Katastrophe. Da müssen Bund und Land noch einiges verbessern, denn diese Menschen wenden sich hilfesuchend an Gemeindepolitik und –verwaltung.

Ende März fand nun schon die zweite Umweltwoche nach zehnjähriger Pause unter dem Motto „Lehre packt’ s an - Saubere Gemeinde 2018“ statt. Diesmal auch mit Rahmenprogramm, der Biologe Bernd Hoppe-Dominik sprach über die Arbeit des Förderkreises Umwelt- und Naturschutz (FUN) Hondelage im Allgemeinen und den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft in Hondelage und Lehre im Speziellen. Dr. Jürgen Mangelsdorf referierte zum Thema Insektensterben: „Was sind die Ursachen, was können wir tun?“ Und die LSW (LandE-Stadtwerke Wolfsburg) stellte zwei Autos für die Aktion zur Verfügung: einen Erdgas-Caddy und ein E-Auto, die die Gemeinde Lehre während dieser Woche testen durfte. Und selbstverständlich sammelten wieder hunderte Kinder und Erwachsene Müll und zeigten damit die Wertschätzung für unsere Umwelt. Das Ergebnis ist erschreckend: Insgesamt zwei Container (zehn Kubikmeter) Müll kamen zusammen und zusätzlich konnten ganze 63 Reifen aus der Natur geholt werden.

Die Modernisierung von Bushaltestellen konnten wir in diesem Jahr beginnen, auch durch viele kreative und innovative Menschen in Rat und Verwaltung unserer Gemeinde. Denn wir konnten Fördermittel hierfür erhalten, von einer Gesamtleistung 2018 in Höhe von 540.000 Euro verblieben bei der Gemeinde Lehre nur Eigenmittel von 67.500 Euro. Und in den nächsten Jahren soll es weitergehen.

Ein weiteres Projekt im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird am 2. Advent in Essenrode abgeschlossen, die Buslinie 388, unsere Gemeindebuslinie geht an den Start. Hier mussten tatsächlich die berühmten „dicken Bretter gebohrt“ werden, also viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die Linie fährt von Essenrode stündlich über Klein Brunsrode und Groß Brunsrode nach Lehre zu den drei Haltestellen der Linie 230, um dann im zweistündlichen Wechsel ins Kampstüh (Lehre) bzw. nach Essehof zu fahren. Von dort geht es dann jeweils auch wieder zurück (www.kvg-braunschweig.de/Aktuelles/388-Lehre). Die Linie fährt allerdings nicht alle Ortschaften an, durch die gute Vernetzung mit anderen Linien sind aber alle acht Ortschaften der Gemeinde Lehre jetzt untereinander erreichbar. Für eine bessere Anbindung Beienrodes und eine grundlegende Anbindung des Unterdorfs in Wendhausen werden wir uns natürlich weiter einsetzen.

Der Startschuss für das Breitbrandprojekt des Landkreises Helmstedt ist im September gefallen. Gebäude, in denen eine Bandbreite von unter 30 Mbit/s erreicht wird, können sich an das Glasfasernetz des Landkreises anschließen lassen. Aktuell profitieren davon nur 118 Berechtigte in Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode und Lehre. Hier wurde aber seitens des Bundes in Aussicht gestellt, dass dieser Wert angehoben wird.

Einen großen Eindruck hat der Auftritt des Holzbanktheaters anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März im Dorfgemeinschaftshaus Flechtorf hinterlassen. Ozana Costin zeigte sehr eindrücklich zwei verschiedene Frauenschicksale. Da gab es lautes Lachen und kurz darauf blieb einem das Lachen im Halse stecken. Das Thema „Gleichstellung von Frau und Mann“ zog sich durch das ganze Jahr. Der Equal-Pay-Day oder auf Deutsch der „Tag der Lohngleichheit“ verdeutlichte noch einmal, dass Frauen noch immer rund ein Viertel weniger verdienen. Bis zum 21. Dezember läuft noch die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ im Rathaus Lehre und befasst sich mit den Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel, die maßgeblich am Grundgesetz mitgewirkt haben. Eine Ausstellung auch im Kontext zum Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“.

Acht (!) Ausstellungen gab es übrigens 2018 in den Rathausfluren. Mit den Werken aus dem Kunstkalender der Oberschule Lehre begann das Jahr, es folgte die Ausstellung über die UNICEF-Nothilfe. Wilhelm Knigges Sammlung über die berühmten Söhne Lehres, August Hermann und Fritze Fricke, waren 2018 ebenso zu sehen wie die Fotografien der drei Fotografen Hartmut Slotta, Bernd Ohlendorf und Frank Müller aus Hondelage, Wendhausen und Lehre (HoWeLe) und die Werke des Künstlers David Peters-Büttner aus Oebisfelde. Das Jahr beschließen werden die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ und die Werke des Elternbastelteams der Schunterschule Flechtorf unter dem Titel „Kreatives aus Holz“.

Aber eine Ausstellung hat mich und viele Menschen ganz besonders bewegt. Mit dem Titel „Die hungernden Russen sahen erbärmlich aus - Sowjetische Kriegsgefangene in der Heeresmunitionsanstalt Lehre 1941 -1945“ wurde im April eine ganz bedrückende Ausstellung eröffnet. Uwe Otte und Jens Dürrkopf hatten diese Ausstellung zusammengestellt, um den Menschen, die in der ehemaligen Munitionsanstalt im Kampstüh brutal ausgebeutet wurden, ein Gesicht zu geben. Und das ist ihnen gelungen, mein Weg zum Büro führte an diesen Bildern vorbei und ein junger Mann fiel mir immer wieder auf. Er wurde nur 21 Jahre alt und nun steht man da selbst vor seinem Bild, 47 Jahre alt und gut genährt. Und man kann es einfach nicht verstehen, warum dieser junge Russe ein ganz anderes, so ein grausames Schicksal erlitt. Dieser junge Mensch hat es schlicht verdient, dass das Grauen nicht vergessen werden darf. Gerade heutzutage, wo wieder offen Hass geschürt wird. Bleiben wir alle wachsam.

Am 27. und 28.10.2018 konnten wir endlich den ersten Ehrenamtstag in Essenrode begehen, 13 Personen und eine Gruppe wurden für ihr jahrelanges Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet. Die Geehrten werden übrigens nun noch in Kurzporträts in den kommenden Ausgaben des Lehrscher Boten vorgestellt. Einen schönen Abschluss fand dieses Ehrenamtswochenende mit einer ökumenischen Andacht der sechs Kirchengemeinden und einem gemütlichen Mitbringfrühstück.

Unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden waren wieder freiwillig im Einsatz und das nicht zu knapp. Neben den oben erwähnten Löscharbeiten stehen dabei immer mehr die belastenden Einsätze auf den Autobahnen im Vordergrund.

Mir persönlich zeigte eine Übung auf dem Gelände der Firma Imperial im Gewerbepark Flechtorf, wie reibungslos die die Rettung in unserer Gemeinde funktioniert. Neben ehrenamtlichen Kräften aus der Gemeinde und aus dem Landkreis Helmstedt waren auch hauptberufliche Retter, wie der Malteser-Hilfsdienst aus Wendhausen, vor Ort. Simuliert wurde dabei von der Feuerwehr des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ein Flugzeugabsturz in Flechtorf. Der Funkalarmmeldeempfänger informiert mit dem beunruhigenden Einsatzstichwort „Flugzeugabsturz Flechtorf“.

Alle verfügbaren Kräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und setzten sich mit der vorgefundenen Lage auseinander. Eine Schauspielgruppe brachte dabei richtig viel Unruhe in die Szene, Verletzte taumelten umher und auch ein grandioses Team der „Fake“-Presse reizte das Presseteam der Gemeindefeuerwehr und den Bürgermeister.

Beim dem Einsatz wurde ich auch gefragt, was freiwillige von hauptberuflichen Feuerwehrleuten unterscheidet. Meine Antwort: „Bis auf die fehlende Entlohnung, gar nichts!“ Denn Freiwillige müssen die gleichen Sachkenntnisse haben und das gleiche leisten, nur eine Bezahlung gibt es dafür eben nicht.

Daher bedanke ich mich zum Schluss dieses Grußwortes Jahr 2018: mein herzlichster Dank geht an alle, die sich ehrenamtlich zum Wohl der Menschen in Beienrode, Essehof, Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode, Klein Brunsrode, Lehre und Wendhausen für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Diese Personen machen unsere Gemeinde und unsere Gesellschaft ein riesengroßes Stück lebenswerter, vielen Dank dafür.

Im Namen der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister und im Namen von Gemeinderat und Verwaltung wünsche ich den Menschen in unserer Gemeinde und denen, die der Gemeinde Lehre verbunden sind, ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr 2019 vor allem Gesundheit und Glück.

Andreas Busch

Bürgermeister

und die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister

Uwe Leinert, Beienrode

Hans-Joachim Gottschlich, Essehof

Jens Schubert, Essenrode

Edelgard Hahn, Flechtorf

Kerstin Jäger, Groß Brunsrode

Peter Ebel, Klein Brunsrode

Heinrich Köther, Lehre

Frank Hennig, Wendhausen

Öffnungszeiten des Rathauses Lehre

Montag:
08:30 - 12:00 Uhr

Dienstag:
08:30 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch:
geschlossen

Donnerstag:
08:30 - 12:00 Uhr
14:00 - 15:00 Uhr

Freitag:
08:30 - 12:00 Uhr

rathaus@gemeinde-lehre.de 

Tel.: 05308/ 699 - 0 

Fax: 05308/ 699 - 66

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